Der deutsche Wettmarkt wächst und wächst
Deutschland steht erst am Start
Nach dem Institut "Sport+Markt" sollen bereits ca. 7 Millionen Deutsche aktiv Sportwetten spielen und über 10 Millionen an Sportwetten interessiert sein. Die Einsätze für Sportwetten liegen nach MECN im weltweiten Vergleich bei nur $ 33 pro Jahr gegenüber $ 151 in Österreich oder $ 626 in Großbritannien. Die Umsätze in Deutschland werden - wenn man MECN Glauben schenkt - zum größten Teil allerdings nicht direkt von Deutschen, sondern vielmehr von in Deutschland lebenden Ausländern ausgelöst. Die Deutschen selbst sind bisher hauptsächlich an Lotto interessiert und beginnen sich erst jetzt langsam mit niedrigen Einsätzen für Sportwetten zu interessieren. Hier wären wohl gratis Sportwetten gefragt. Laut MECN ist der Sportwetteninteressierte übrigens im Schnitt jünger als der durchschnittliche Lottointeressierte.Nach dem Wettenreport von Leinert-Consult beträgt der gesamte Wettumsatz in Deutschland in 2005 knapp 33 Milliarden Euro, was einem durchschn. Wetteinsatz von 380,- Euro pro Deutschem entspricht. Der Bereich Sportwetten umfasst mit 2,7 Mrd. Euro etwa 10% des gesamten Marktes, wächst aber als einziger Bereich mit jährlichen Wachstumsraten von über 25% deutlich überproportional.
Der deutsche Gesamtsportwettmarkt
Der deutsche Gesamtsportwettmarkt gliedert sich wie folgt:
Bisher war diese Branche fest in staatlicher Hand des Monopolisten Oddset - der wegen niedriger Quoten nicht sehr beliebt ist. Mittlerweile sind jedoch auch bei privaten Anbietern entsprechende Begehrlichkeiten entstanden und auch vor Gericht eingeklagt worden. Das Bundesverfassungsgericht hat daher festgelegt, dass der Gesetzgeber sich für eine der folgenden Regulierungsmöglichkeiten entscheiden muss:
1.) Beibehaltung des Monopols mit einem strengen Werbeverbot zur Bekämpfung der Spielsucht und zur Verhinderung des Wettens durch Jugendliche oder aber
2.) Liberalisierung mit Regeln und Bestimmungen, die für alle Marktteilnehmer gleich gelten, also staatlich und privat.
Gute Gründe für Hoffnung
Bei der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtshofes ging es ursprünglich um eine Münchner Buchmacherin, die zusätzlich zu Pferdewetten auch eine Konzession für klassiche Sportwetten erlangen wollte. Neben dieser Konzessionsbeantragung gibt es in Europa aber bereits zahlreiche Unternehmen mit einer solchen Konzession, die im Rahmen der europäischen Dienstleistungsfreiheit auch in Deutschland Sportwetten anbieten wollen. Diese EU-Dienstleistungsrichtlinie wurde bisher für den Bereich Wetten in Deutschland noch nicht umgesetzt. Dies führte zu einer Klage des europäischen Gerichtshofes gegen Deutschland und bietet den privaten Wettshopbetreibern gute Gründe, von einer zukünftigen Liberalisierung des Marktes auszugehen. Quelle: u.a. OpenPR.
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