Campus meets Company
Am Anfang herrschte noch Unklarheit: Ist das jetzt ein Recruiting-Event oder nur eine Unternehmenspräsentation? Je nach Erwartung waren die Teilnehmer entweder im Anzug oder in Jeans und Pulli erschienen. Der Veranstalter debis, das Diensleistungsunternehmen von DaimlerChrysler, wollte mit "Campus meets Company" dem Managementnachwuchs die wachsende Bedeutung der Dienstleistungen näher bringen. Vom Vorstandsvorsitzenden von debis, Klaus Mangold, bis zum ehemaligen deutschen Außenminister Helmut Schäfer haben sich viele namhafte Redner Zeit genommen, um mit den 260 Universitätsstudenten und -absolventen aus ganz Europa über zukünftige Trends zu diskutieren. Die potenziellen Bewerber traten dabei überraschend selbstbewusst auf: Als der neue Vorstand "wir wollen nur die Besten!" in den Raum stellt, kommt prompt "und wir wollen nur bei den Besten arbeiten!" retour.
Hohe Standards
Auch Katarina Häuer, die Leiterin des Personalmarketing bei debis, beobachtet diesen Trend: "Die Studenten machen viel nebenbei und wissen daher genau wo sie stehen", berichtet sie, "in heutigen Lebensläufen gehören zum Beispiel Auslandsaufenthalte zum Standard und sind kein besonderer Bonus mehr." Wichtig wäre aber, vor lauter Selbstbewusstsein den Bogen nicht zu überspannen, es sei eben eine Frage der sozialen Kompetenz, ob man seine Fähigkeiten auch der jeweiligen Situation entsprechend verkaufen könne.Neben den Diskussionen, bei denen sich die Studenten rege beteiligten, stand vor allem eine Business-Simulation im Mittelpunkt der Veranstaltung. Unter der Leitung junger Debis-Führungskräfte entwickelte der akademische Nachwuchs neue Strategien für die Dienstleistung im nächsten Jahrhundert.
Austausch
"Das ist sowohl für die Absolventen als auch für uns interessant", freut sich Heuer, "einerseits können die Studenten die Arbeit in internationalen Teams und die Branche kennen lernen, andererseits profitieren unsere Mitarbeiter von der Diskussion mit dem Nachwuchs." Damit dieser Austausch nicht allzu förmlich abläuft, organisierte das aus internationalen Praktikanten bestehende Debis-Team auch zwei aufwendige Partys. Eine gute Atmosphäre für gegenseitiges Kennenlernen, auch wenn sie vermutlich nicht ganz dem täglichen Arbeitsalltag bei debis entspricht.Wem es beim Tochterunternehmen von DaimlerChrysler gefiel, konnte am letzten Tag bei den Personalverantwortlichen der einzelnen Bereiche vorstellig werden. Die Chancen stehen im Moment nicht schlecht, denn die Dienstleister streben ein Wachstum von bis zu 60 Prozent an.
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