Arbeiten, wo andere urlauben
Mit Volleyballspielen am Strand Geld verdienen? Zwei Monate lang von einer Traumdestination zur nächsten und dabei Geld verdienen? Kein Problem, es handelt sich um ganz normale Ferialjobs. Um falschen Erwartungen vorzubeugen: Es ist natürlich auch harte Arbeit damit verbunden.
Wer sportlich und kommunikativ ist, wäre ein guter Bewerber für einen Job als Animateur in einer Club Urlaub - Anlage. Christobh Hibbmann verbrachte die sechs Monate zwischen Bundesheer und Uni auf Rhodos: "Es war mehr Spaß als Arbeit" erinnert er sich zurück, "Man ist 15 Stunden am Tag im Einsatz, ständig in Kontakt mit den Gästen." Morgensport, Mittagessen mit den Gästen, Proben für die abendliche Showeinlage, Nachmittagsprogramm, gemeinsames Abendessen und dann die große Show. Das ist das tägliche Tagesprogramm eines Animateurs, dazu kommt noch die abendliche "Freizeitgestaltung." "Du bist für zwei Wochen der beste Freund des Gastes," so Hibbmann, "während du den Leuten bei der Abreise nachwinkst, denkst du schon an die neuen Gästen." Auch Karin Vögrle war längere Zeit für Touristen im Einsatz, durch ihre Ausbildung als Lehrerin wurde sie Kinderanimateurin.
Extremsituationen
Ihre Erfahrungen waren nicht so positiv "Ich würde es heute nicht wieder machen. Man erlebt Leute in Extremsituationen und lernt eine spezielle Höflichkeit. Danach weiß man, daß man überall überleben kann." Vor allem die geringen Aufstiegschancen und der ewige Streß verbunden mit Schlafmangel führten zu ihrem Ausstieg.Wer seinen Unterhaltungswert und die physische Leistungskraft einmal derart auf die Probe stellen will, bewirbt sich am besten direkt bei den verschiedenen Veranstaltern, per Telefon kann man Bewerbungsunterlagen anfordern.
Die Lauda Air hat für Studenten mit Fernweh ein spezielles Angebot: Als Flugbegleiter kann man für 2 Monate Traumdestinationen wie Sydney, Miami oder die Karibik anfliegen. Bis zu eine Woche Aufenthalt vor Ort sollte reichen, das verdiente Geld wieder auszugeben. Interessenten sollten ab 19 Jahre alt sein, sehr gut Englisch sprechen und gut "mit Leuten umgehen können." Nach einer verkürzten Intensivausbildung geht es gleich rund um den Globus, wer auf den Geschmack kommt kann auch verlängern. Bewerbungen werden bis April entgegengenommen.
Traumschiff?
All jene, die mit der TV Fernsehserie "Traumschiff" aufgewachsen sind, träumen vielleicht von einer frisch gebügelten weißen Uniform und endlosem Blick aufs Meer. Wer auf einem internationalen Kreuzfahrtschiff anheuern will, findet in Branchenmagazinen wie "Rolling Pin" viele Angebote, die Inserate sind auch auf der Website abrufbar. Bei speziellen Recruitingveranstaltungen der Schiffsbetreiber kann man sich für Positionen in Küche und Management bewerben, einfache Tätigkeiten werden an billigere Arbeitskräfte aus Dritte-Welt-Ländern vergeben. Da Kreuzfahrten derzeit boomen, stehen die Aufstiegschancen für Interessenten recht gut.Bleiben noch klassische Berufe wie etwa Kellner, wo es gerade in der Hochsaison immer Bedarf gibt. Neben Zeitungsinseraten und am Arbeitsamt zu pokern kann auch ein telefonischer Rundruf zum Traumjob verhelfen. Durch kurzfristige Ausfälle können auch Spätstarter noch zum Zug kommen.
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