SemantiQ - Knowledge-Management



Immer schnellere Entwicklungszyklen, eine gigantische Informationsflut und die staendig lauernde Konkurrenz bringen so manchen Unternehmer ins Schwitzen. Nur das Bisschen mehr an Wissen und Information sichert den Vorsprung zur Konkurrenz, was einmal auf den Markt kommt wird schonungslos kopiert. Das sogenannte "Intellectual Capital" hat in vielen Unternehmen bereits Maschinen und anderes Kapital an Wert ueberholt. Kleine Internetfirmen, deren Boersenwert den von grossen Industriebetrieben uebersteigt, geben schon heute einen Vorgeschmack auf das Wertverhaeltnis der Zukunft. Nachdem immer mehr Unternehmen die Bedeutung ihres Wissens bewusst wird, duerfte es nicht mehr lange dauern, bis der Begriff "Knowledge Management" in aller Munde ist.

Man versteht darunter die Wissensproduktion, -distribution und -verwertung. Die Voraussetzung dafuer ist ein sogenanntes "Organizational Memory", also ein "Hirn" fuer die Organisation, wo das vorhandene Wissen gespeichert und abgerufen werden kann. Mit dem steigenden Bewusstsein dafuer steigt auch die Nachfrage nach Software, die beim Management von Wissen hilft - was gestern noch ein E-Mail-Programm mit Kalenderfunktion war, wird ab sofort als Knowledge-Management-Tool verkauft.

Hohe Anforderungen

Die Anforderungen an derartige Software sind aber wesentlich umfangreicher: Information muss identifiziert, indiziert und kategorisiert werden, damit sie spaeter auch wieder gefunden werden kann. Der einfache Zugriff auf die vorhandenen Daten muss fuer alle Berechtigten garantiert sein, dazu gehoeren Suchfunktionen und standardisierte Darstellungsformate. Gelebtes Knowledge Management bedarf darueber hinaus einer neuen Denkweise: Es geht nicht mehr darum, als Einzelner Wissen anzuhaeufen, sondern es mit anderen zu teilen und dadurch den Wert fuer das gesamte Unternehmen zu erhoehen. Die Gartner Group bezeichnet das als "Cultural Shift" weg von "Wissen ist Macht" hin zu einer Entlohnung fuer das Teilen von Information und aktive Zusammenarbeit.

Keine leichte Aufgabe fuer die Knowledge Manager der Zukunft, doch immer komplexere Informationsberge und der Druck der Konkurrenz werden vor allem in Bereichen wie Technologie, Wissenschaft und Forschung schnell zu einem Umdenkprozess fuehren. Ein Entwickler, der vor einem Problem steht, wird die Loesung ganz sicher schneller finden, wenn er auf das Wissen der Kollegen zurueckgreifen kann - egal wo sich diese befinden und wann das Wissen generiert wurde. Dieser Vorsprung ist es, der im digitalen Zeitalter den Unterschied macht: Je einfacher und schneller vorhandenes Wissen - zB auch auf einer Reise - verfuegbar ist, desto effektiver ist die Nutzung. Die Berater der Gartner Group sind jedenfalls ueberzeugt, dass in Kuerze nicht mehr ueberlegt wird, ob in einem Unternehmen Knowledge Management betrieben wird, sondern wie.

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